SolarWorld-Insolvenz ist herber Rückschlag für die Branche „Schlüsselindustrie besonders unterstützen“

Veröffentlicht am 28.03.2018 in Arbeit & Wirtschaft

Als herben Rückschlag für die Solarbranche bezeichnet Eleonore Mühlbauer, wirtschaftspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, die erneute Insolvenz von SolarWorld. „Wenn wir die Energiewende ganzheitlich denken wollen, müssen wir diese Schlüsselindustrie besonders fördern und unterstützen. Die Branche hatte sich dank steigender Nachfrage auf dem deutschen Markt zuletzt leicht erholt. Dieser erste Aufwärtstrend hat auch dem SolarWorld-Standort Arnstadt positive Prognosen beschert. Jetzt muss mit neuen Konzepten Klarheit für das Werk und vor allem die Beschäftigten geschaffen werden.“ Ihr sei wichtig, dass die Belegschaft nicht allein gelassen werde.

SolarWorld hatte gestern, rund acht Monate nach der letzten Pleite, erneut einen Insolvenzantrag beim Bonner Amtsgericht eingereicht. Als Grund nennt das Unternehmen extrem niedrige Preise der chinesischen Konkurrenz für Solarmodule und neue US-Importzölle. Zudem plane die EU, die Anti-Dumpingmaßnahmen gegen chinesische Solarmodule im September auslaufen zu lassen.

„Wenn wir zukünftig nicht von Solar-Importen abhängig sein wollen, müssen wir unsere heimische Solarindustrie besser unterstützen. Das setzt bei einem Neustart auch Veränderungen an der Unternehmensspitze von SolarWorld voraus. Ein Weiter-so kann es nicht geben“, so Mühlbauer. Jetzt sind gemeinsame Anstrengungen aller Beteiligten notwendig, um die Solarproduktion in Arnstadt zu retten. Unter anderem müsse sich der hiesige direkt gewählte Bundestagsabgeordnete in Berlin um eine stärkere Unterstützung der Solarbranche bemühen.

 

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