Trennvorrichtung direkt am Sicherheitsgurt sorgt für mehr Sicherheit im Straßenverkehr – Bundespolitik ist gefordert

Veröffentlicht am 25.07.2017 in Gesundheit

Eine Innovation aus Arnstadt: Der Gurtschneider am Sicherheitsgurt. Diesen stellte Gerhard Sutsch der SPD-Landtagsabgeordneten Eleonore Mühlbauer vor. Nach einem persönlichen Gespräch mit dem Erfinder und Taxiunternehmer ist die Sozialdemokratin überzeugt: „Am Unfallort kann ein Gurtschneider, der fest mit dem Gurt verbunden ist und sofort gefunden werden kann, Leben retten.“ Vierzig Jahre nach der Einführung der Gurtpflicht in Deutschland könne damit noch mehr Sicherheit gewährleistet werden. Deswegen wandte sich die SPD-Landtagsabgeordnete im Juli mit einem Schreiben und der Bitte um Prüfung der Vorrichtung sowie einer möglichen gesetzlichen Verpflichtung zum Einbau an Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt. Auch an Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee schrieb die Abgeordnete.

„Dieser Gurtschneider direkt am Gurt rettet Leben und offenbart den Erfindergeist im Freistaat. Ich würde mich deswegen freuen, wenn sich auch der Wirtschaftsminister für die Verbreitung dieser Innovation einsetzen würde“, so Mühlbauer. Die Produktion laufe bereits in einem Werk in Baden-Würt­tem­berg.

Große Automobilunternehmen habe Sutsch bereits über seine Entwicklung informiert. Positive Rückmeldungen blieben jedoch bislang leider noch aus. Mühlbauer betont, dass eine politische Lösung notwendig ist: „Der jüngst veröffentlichte Kartellvorwurf gegen deutsche Hersteller zeigt, dass eine gesetzliche Regulierung notwendig ist.“ Sie erwartet nun Antworten aus den Ministerien. „Wenn es um die Rettung von Leben geht, darf der Kostenaspekt keine Rolle spielen“, ist die SPD-Abgeordnete überzeugt.

Auch an die Autofahrer appelliert Mühlbauer: „Die etwa 21 Euro pro Stück sind eine gute Investition und sollten jedem sein Leben und das seiner Mitfahrer wert sein.“ Bei Interesse kann der Gurtschneider zu den bekannten Sprechzeiten im SPD-Bürgerbüro angesehen werden.

 

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