(K)ein Parkhaus

Veröffentlicht am 15.02.2011 in Stadtrat

Endlich, sagt der Innenstädter, endlich wird hier gebaut und endlich verschwindet diese hässliche Baulücke. Dass die Bebauung sich auch noch an der kleinteiligen Struktur vergangener Tage orientiert ist ein zusätzlicher Glücksfall. Einziger Kritikpunkt: der wegfallende Parkraum und zwar ca. 80 Parkplätze.

Die sind kurzfristig nicht ersetzbar. Mittelfristig soll aber hinter dem Rathaus ein Parkdeck mit 150 Stellplätzen entstehen, das könnte den Wegfall kompensieren und später auch den Wegfall des Parkplatzes Johannesgasse. Einem Antrag der SPD-Fraktion, der die Erstellung eines entsprechenden Konzepts vorsah, wollte der Stadtrat nicht folgen, sodass es wohl nur bei einem Parkdeck als Stellplatznachweis für das Rathaus bleiben wird.

Dabei würde sich gerade im Hinblick auf den Umbau an der Weiße der Bau eines Parkhauses, unter Einbeziehung des gesamten Bereichs der Töpfengasse, anbieten. Eine nach außen kleingliedrig gestaltete Fassade, einer maximalen Stellflächennutzung im Inneren und ein Fußgänger-Zugang nah in Richtung Johannesgasse, hätte nicht nur Sinn sondern auch durchaus Potential gehabt. Will man langfristig die Johannesgasse wieder bebauen, die angelegte Gassenstruktur erhalten und so die derzeit etwas isolierte Rosenstraße wieder an die Innenstadt anbinden, so bietet sich eine Ladenzeilen-Bebauung, vielleicht sogar eine Galerie an. Aber Geschäfte brauchen Kunden; Kunden brauchen Parkraum. Aber unmittelbar im Bereich der Johannesgasse hat die VWG der Stadt das Versprechen abgerungen, kein Parkhaus zu errichten zu wollen, um die Wohnqualität an der Oberen Weiße nicht zu schmälern. Ein fußläufig erreichbares Parkhaus an der Weiße wäre eine mögliche Lösung gewesen.
Jetzt wird man schauen müssen, dass durch eine entsprechende Organisation im Rathaus-Parkhaus maximale Synergien erreicht werden können. So ist denkbar, das Parkhaus tagsüber in den Geschäftszeiten der Stadtverwaltung für die Besucher zu nutzen, in der sonstigen Zeit für Anwohner. Der motorisierte Kunde bleibt so allerdings vor der Tür, bzw. vor dem Tor und zwar dem der Stadt. Weil er dann wie bisher woanders parkt und einkauft.

St.Kunze für die Fraktion der SPD im Arnstädter Stadtrat

 

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