Opel: Einschnitte im Tarifvertrag nur unter Bedingungen hinnehmbar

Veröffentlicht am 30.05.2018 in Arbeit & Wirtschaft

Die getroffene Einigung zwischen Opel-Management und dem Betriebsrat wertet die wirtschaftspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Eleonore Mühlbauer zwiespältig:

„Die gute Nachricht ist der Erhalt von rund 1.350 Arbeitsplätzen am Standort Eisenach. Ich bin erleichtert, dass die unsägliche Hängepartie der letzten Monate für einen Großteil der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei Opel beendet wurde und eine Beschäftigungsgarantie bis 2023 gilt. Die Einschnitte beim Tarifvertrag sind aber der Bestandteil des Kompromisses, den ich nur zähneknirschend hinnehmen kann. Dieser Punkt ist nur dann akzeptabel, wenn Opel und PSA den Standort Eisenach langfristig zukunftsfest gestalten und auslasten. Perspektivloses Sparen auf Kosten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer darf nicht die Lösung sein“, so Mühlbauer.

Die SPD-Wirtschaftspolitikerin erinnert weiterhin daran, dass ein wesentlicher Teil der ursprünglich getroffenen Investitionszusagen nicht in dem Einigungspaket enthalten ist. „Es war von Anfang an die Rede, dass in Eisenach zwei Fahrzeugmodelle produziert werden. Nicht ein Modell in zwei Varianten. Ich erwarte jetzt, dass das Opel-Management Lösungen für eine langfristige Perspektive zur Auslastung des Werkes liefert.“

Wie heute bekannt wurde, haben sich Opel und Arbeitnehmer nach wochenlangem Ringen auf einen Kompromiss geeinigt. Dieser sieht einen Kündigungsschutz bis zum Jahr 2023 vor sowie die Investitionsfreigabe in das Werk Eisenach. Der Personalabbau in Thüringen soll auf maximal 450 Personen begrenzt sein. Im Gegenzug verlangt der Mutterkonzern PSA, dass das im Metall-Flächentarif für das kommende Jahr ausgehandelte Tarifgeld bei Opel ausgesetzt wird. Die übrigen geplanten Tariferhöhungen werden für die Vertragsdauer verschoben.

Der erzielte Kompromiss ist aus Sicht der SPD-Politikerin nicht zuletzt dem harten Einsatz von Betriebsrat und IG-Metall zu verdanken. „Es hat sich gezeigt, dass sich das gemeinsame Einstehen über Ländergrenzen hinweg gelohnt hat“, ist Mühlbauer überzeugt.

 

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