SPD-Politikerin Mühlbauer über Krankenhausvorschlag der Ersatzkassen: Abbau im Gesundheitsbereich schadet den Patienten

Veröffentlicht am 14.04.2016 in Gesundheit

Mit Empörung reagierte die SPD-Landtagsabgeordnete Eleonore Mühlbauer auf den offenen Brief des Ersatzkassenverbandes, der die Schließung mehrerer Krankenhäuser in Thüringen forderte. Darunter soll nach Vorstellungen des Verbandsvorsitzenden Arnim Findeklee auch der Arnstädter Standort der Ilm-Kreis-Kliniken fallen. „Etablierte Standards im Gesundheitsbereich abzusenken, ist ein gefährlicher Vorschlag und schadet schließlich den Patienten“, stellt sich die Sozialdemokratin dabei hinter das Arnstädter Krankenhaus, seine Beschäftigten und die Bürger aus dem nördlichen Ilm-Kreis. Die von den Ersatzkassen eröffnete Diskussion konterkariere zudem das starke Engagement der Ärzte und des Pflegepersonals.

Mühlbauer sehe unter dem Gesichtspunkt der aktuellen Bevölkerungszahlen auch keinen Handlungsbedarf zur Aufgabe von Standorten. „Wohnortnahe Krankenversorgung – gerade im ländlichen Raum – ist auch unter dem Gesichtspunkt des demokratischen Wandels ein Qualitätsmerkmal“, mahnt die Abgeordnete. Gerade die beiden Kliniken in Arnstadt und Ilmenau seien an ihr unmittelbares Umland gut angebunden und bestens ausgestattet, was nicht zuletzt den Investitionen von weit über 120 Millionen Euro in den letzten Jahren zuzurechnen ist – auch aus den Budgets der Krankenkassen. „Die Fahrtzeiten zum nächsten Klinikum aber zum alleinigen Maßstab zu erheben, ist dagegen fachlich vollkommen neben der Spur“, so Mühlbauer. Sie werbe dafür, aufgewandte öffentliche Investitionen auch nachhaltig zu nutzen sowie die Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit in den Vordergrund zu stellen. So weiß Mühlbauer auch als Aufsichtsratsmitglied der Ilm-Kreis-Kliniken, dass das kommunale Unternehmen schwarze Zahlen schreibe.

Die Sozialdemokratin erinnere die gesetzlichen Krankenkassen daran, dass auch sie ein Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge sind. „Gerade als öffentlich-rechtlicher Aufgabenträger tun auch die Ersatzkassen gut daran, sich am öffentlichen Wohl zu orientieren“, so Mühlbauer.

 

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