21.08.2019 in Bildung & Kultur

Liedergeschichten - Regine Hildebrandt

 

 

 

 

Ich lade Sie zu dieser außergewöhnlichen Veranstaltung in Arnstadt recht herzlich ein. 

09.08.2019 in Bildung & Kultur

Äußerung von CDU-Politiker zur Uni Ilmenau schlägt Wellen

 

Wahl 2019 Linke, Sozialdemokraten und Prorektor verweisen auf Millionen Euro, welche die Hochschule bekommt

Ilm-Kreis Die Technische Universität (TU) Ilmenau ist der wissenschaftliche Leuchtturm in der Region und erst recht im Ilm-Kreis. In einem Gespräch mit unserer Zeitung forderte kürzlich der CDU-Bundestagsabgeordnete Tankred Schipanski mehr Unterstützung für die Universität von der Erfurter Landesregierung, „Ilmenau erhält von Seiten der Landesregierung überhaupt keine Unterstützung“, sagte er. Erfurt bevorzuge nur die großen Wissenschaftsstandorte, wie eben die in der Landeshauptstadt selbst oder in Jena. Er verwies auf „den massiven Einbruch bei den Studentenzahlen“ und dessen Auswirkungen auf die gesamte Infrastruktur Ilmenaus vom Wohnungsmarkt bis hin zu den demografischen Folgen.

Es war klar, dass es auf diese Aussagen Schipanskis heftige Reaktionen gibt. Schließlich ist Wahlkampf für die Landtagswahl Ende Oktober und das Thema Universität für den Ilm-Kreis extrem wichtig.

„Anders als von Tankred Schipanski behauptet, unterstützt das Land die TU Ilmenau auf verschiedenen Wegen, und auch die Landesentwicklungsgesellschaft hat den Ilm-Kreis deutlich im Blick“, sagt Frank Kuschel, der noch bis zum Ende der Legislatur für die Linke im Landtag sitzt, aber nicht mehr zur Wahl im Oktober antritt.

Laut Kuschel erhielt und erhält die TU Ilmenau durch eine die Rahmenvereinbarung zwischen 2016 und 2019 insgesamt 17 Millionen Euro Grundförderung. „Weiterhin wurde ihr ein sechsjähriges Modellprojekt zum Diplom gewährt, sie erhielt 1,5 Millionen Euro für das Innovationszentrum für Quantenoptik und Sensorik und 19,2 Millionen Euro für das neue IT-Dienstleistungszentrum“, zählt Kuschel gegenüber unserer Zeitung auf. Außerdem seien 89.000 Euro für ein Projekt im Bereich digitaler Lehre bereitgestellt worden, was die zweithöchste Projektsumme des ganzen Landes darstelle. „Und mit einer Millionen Euro wurde das Wohnheim saniert.“ Auch die Landtagsabgeordnete Eleonore Mühlbauer (SPD) widerspricht Schipanski. „Anders als von Herrn Schipanski behauptet, kommt die TU Ilmenau im Vergleich mit anderen Thüringer Hochschulen nicht zu kurz – sondern profitiert sogar überdurchschnittlich.“ Sie sei beispielsweise an vier von sechs Innovationszentren des Landes beteiligt und betreibt mit dem Thüringer Innovationszentrum Mobilität eine der größten dieser Einrichtungen.

„Insgesamt fließt mehr als ein Drittel der für die Innovationszentren vorgesehen Fördermittel nach Ilmenau“, so Mühlbauer. Auch von anderen Förderlinien des Landes profitiere die TU überdurchschnittlich. So entfielen zwischen 2016 und 2018 aus der Technologierichtlinie des Landes knapp 60 Prozent der Mittel auf die TU, zugleich floss knapp ein Fünftel der Forschungsförderung nach Ilmenau. Von der von Schipanski geäußerten Ungleichbehandlung gegenüber anderen Universitäten im Freistaat könne also keine Rede sein. „Die Universität Ilmenau erhält auf dieser Basis, wie alle anderen Thüringer Hochschulen auch, eine mehr als auskömmliche Finanzierung“, sagte Mühlbauer gegenüber unserer Zeitung.

Auch Christian Schaft, der für die Linke im südlichen Ilm-Kreis als Direktkandidat antritt und seit 2014 im Landtag sitzt, kritisierte Schipanski und verweist auf jene bereits von Kuschel angesprochene Grundförderung durch das Land und die anderen finanziellen Mittel, die Erfurt bereitstelle. „Aber ja, ich verstehe. Die paar Millionen an Unterstützung können schon mal übersehen werden“, kommentierte Schaft, derzeit im Urlaub, die Aussagen Schipanskis in den sozialen Medien.

Uni-Rektor Peter Scharff ist derzeit im Urlaub. Prorektor Kai-Uwe Sattler sagte am Donnerstag auf Nachfrage: „Auch wenn sich die TU Ilmenau natürlich über zusätzliche Mittel freuen würde, um Forschung und Lehre weiter verbessern zu können, erhält die Universität vom Land eine angemessene finanzielle Ausstattung.“ Und: Das Land gewähre der Universität auf Basis der bestehenden und künftigen Rahmenvereinbarungen – wie allen anderen Thüringer Hochschulen auch – mittelfristige Planungssicherheit. „Zweifellos hat Jena als Großstadt mit einer starken Industrie und der Vielzahl bundesmitfinanzierter, außeruniversitärer Forschungsinstitute Standortvorteile. Aber auch Ilmenau verfügt über die Voraussetzungen, sich dem regionalen, nationalen und letztlich auch internationalen wissenschaftlichen Wettbewerb stellen zu können“, erklärte Sattler weiter.

Kuschel geht in diesem Zusammenhang auch auf die Kritik Schipanskis ein, die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) vernachlässige den Ilm-Kreis. „In Bezug auf die Tätigkeit der LEG wurden in den letzten fünf Jahren im Ilm-Kreis 104 Industrieflächen bei interessierten Investoren angeboten. Davon konnten 47 Investitionen mit einer Investitionssumme von 725 Millionen Euro und 2205 neuen Arbeitsplätzen realisiert werden“, so Kuschel. In diesen Zeitraum falle auch die Ansiedlung des chinesischen Unternehmens CATL, die sich in den nächsten Jahren „mit einem direkten Effekt auf den Thüringer Arbeitsmarkt mit etwa 2.000 neuen Arbeitsplätzen“ niederschlagen werde.

Äußerung von CDU-Politiker zur Uni Ilmenau schlägt Wellen

“Die paar Millionen an Unterstützung kann man schon mal übersehen.“

 Christian Schaft, Linke-Landtagsabgeordneter und Direktkandidat für den südlichen Ilm-Kreis

04.07.2019 in Bildung & Kultur

Diskussionsveranstaltung zum neuen Schulgesetz

 

Die SPD Landtagsabgeordnete Eleonore Mühlbauer hatte am Mittwoch, 22.06.2019 zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung zum neuen Schulgesetz in den Arnstädter Rathaussaal eingeladen. Nach einer kurzen Einführung in den Entwicklungs- und Sachstand des neuen Gesetzes stellten sich Bildungsminister Helmut Holter, die Landrätin des Ilm-Kreises Petra Enders und der bildungspolitische Sprecher der SPD – Fraktion Dr. Thomas Hartung den Fragen des Publikums. Trotz der heraus fordernden klimatischen Bedingungen im Rathaussaal war die Veranstaltung sehr gut besucht. Die anwesenden LehrerInnen und ErzieherInnen wiesen eindringlich auf die Probleme hin, die gegenwärtig die Unterrichts- und Betreuungssituation in den Bildungseinrichtungen bestimmen. Der herrschende LehrerInnenmangel und die Überalterung des Lehrkörpers wurden ebenso thematisiert wie das Problem der Teilzeitbeschäftigung von ErzieherInnen. Am Ende der gut zweistündigen Debatte bestand hinsichtlich der Frage, dass der derzeitige Zustand nicht weiter bestehen bleiben darf, Einigkeit.

Das neue Schulgesetz war dringend notwendig, um die Weichen für die Zukunft neu zu stellen. Dabei liegen die Schwerpunkte sowohl darauf, dass mehr Stellen für LehrerInnen und ErzieherInnen (1.200 Stellen im Jahr 2020) geschaffen werden sollen, als auch darauf, dass kein Qualitätsverlust in Bildung und Erziehung eintritt. Durch die Stärkung von Kooperationsmodellen gerade im ländlichen Raum wird sicher gestellt, dass keine Schule geschlossen wird; im Gegenteil, das Bewusstsein, dass die Schule in vielen Gegenden nicht nur ein Ort der Bildung, sondern auch ein sozialer Anker ist, steht als Leitgedanke im Mittelpunkt. Nun ist es an den Landkreisen, die Parameter des neuen Gesetzes in den kommenden Monaten in die neu zu überarbeitenden Schulnetzplanungen einfließen zu lassen. Der Ilm-Kreis ist hierbei auf einem guten Weg. Die Investitionen in die Bildungseinrichtungen, die hier getätigt worden sind und weiter getätigt werden liesen Dr. Hartung im Hinblick auf andere Landkreise von einer „Insel der Glückseligen“ sprechen.

Eleonore Mühlbauer zog abschließend Bilanz. „Das neue Schulgesetz war dringend notwendig und weist die richtige Richtung auf“, so die Abgeordnete, „in einer intensiven Beratung mit LehrerInnen, ElternvertreterInnen und den Landkreisen wurde ein Gesetz erarbeitet, dass die Leistungsfähigkeit und die Qualität der Thüringer Bildungseinrichtungen für die Zukunft erhalten kann.“

08.04.2019 in Bildung & Kultur

Das SonneMondSterne-Festival an der Bleilochtalsperre muss erhalten bleiben für junge Menschen

 

Das jährliche Festival SonneMondSterne  an der Thüringer Bleilochtalsperre  ist eines der größten Open-Air-Festivals und ein fester Bestandteil der Festivalkultur in ganz Europa. „SonneMondSterne ist ein europäisches Aushängeschild für unseren Freistaat  Thüringen und ist besonders für junge Menschen wichtig. Das muss erhalten bleiben“, so Mühlbauer. Durch dieses Festival ist der Landkreis Saale-Orla-Kreis und die Bleichlochtalsperre europaweit bekannt geworden. In der TA-Ausgabe vom 27. März 2019 war zu lesen, dass dem Festival das Aus droht, weil die benötigten Flächen, bspw. für Camping, über 2019 hinaus nicht gesichert seien. Seit 1997 hat sich dieses Festival fest bei jungen Menschen integriert. Im letzten Jahr wurden über 40 000 Besucherinnen und Besucher gezählt mit 250 verschiedenen bedeutenden Künstlern. Auch internationale DJs wie David Guetta oder deutsche DJs wie Gestörtabergeil legen auf. „Die beteiligten Parteien müssen nochmal miteinander sprechen und die Bedürfnisse junger Menschen mit  in Betracht ziehen.“, so Mühlbauer weiter. Außerdem bietet Mühlbauer an, zwischen den Verantwortlichen vermittelnd zu wirken. 

23.01.2019 in Bildung & Kultur

SPD-Abgeordnete Mühlbauer fordert eine gymnasiale Oberstufe in der TGS Stadtilm

 

Die Thüringer Gemeinschaftsschule in Stadtilm war einer der ersten Regelschulen, die sich dazu entschied das neue Konzept des gemeinsamen Lernens umzusetzen. Einige Jahre später zeigt sich, dass das die richtige Entscheidung war. Seit 2012 lernen erfolgreich Schülerinnen und Schüler ab der fünften Klasse bis zur zehnten Klasse gemeinsam, egal ob diese den Regelschulabschluss oder die Allgemeine Hochschulreife anstreben. Doch das sozialdemokratische Konzept, welches durch den damaligen SPD Bildungsminister Christoph Matschie eingeführt wurde, ermöglicht auch das gemeinsame Lernen bis zum Abitur unter einem Dach. Bisher ist das nicht möglich in Stadtilm. "Der Wunsch des Lernens bis zur 12. Klasse  an der TGS wurde mehrfach von der Schülerschaft, den Eltern und seitens der Schulleitung an meine Person geäußert, deshalb möchte ich dazu beitragen, dass die Möglichkeiten diesbezüglich ausgelotet werden.", so die SPD-Landtagsabgeordnete für den Ilm-Kreis. "Es muss ein intensiverer Dialog zwischen dem Kreistag und der Schulleitung sowie der Schüler- und Elternschaft entstehen. Ich stehe als Vermittlerin zur Verfügung.", so Mühlbauer weiter. In Folge dessen müssen Investitionen in ausreichende Räumlichkeiten getätigt werden, um ein angenehmes Lernen zu ermöglichen, gibt die Abgeordnete mit auf dem Weg. Eleonore Mühlbauer hat großen Respekt vor dem enormen Engagement der Schulleitung und der gesamten Schulgemeinschaft, sie wünscht weiterhin viel Erfolg und freut sich auf die weitere gemeinsame Arbeit.